Statement:
In ihrer künstlerischen Praxis arbeitet Chu Chun Hsu mit Fragmenten aus Räumen der Erinnerung unterschiedlicher Zeitwahrnehmungen und fügt sie zu einer Art „Zwischenraum“ zusammen. Dieser fungiert zugleich als Erinnerungs- und Erzählraum, wobei dessen Teile in verschiedenen kulturellen Welten verortet sind. Räumlichkeit dient Hsu dabei als Medium und Grundlage – Wohnräume, soziale Räume und Traumräume – in denen sich Prozesse ihres Erinnerns an Handlungen und Bilder materialisieren.
Ihre künstlerischen Räume bleiben offen, sind aber gleichzeiPg spezifisch. Sie erzeugen Situationen des Sehens, in denen sich die Konstellation von Subjekt und Objekt durch die Verbindungen des Gesammelten und Präsentierten verschieben und neue Zusammenhänge ermöglichen. Hsus Arbeitsprozesse entwickeln sich in einem intermedialen Verfahren, in dem visuelle und textbasierte Elemente miteinander verschränkt werden, um die Wechselwirkungen und Unregelmäßigkeiten des Gedächtnisses sowie von Raum und Zeit erfahrbar zu machen.
Abbildungen:
Foto 1: Handlungs(t)raum, 2024. ©Kunstakademie Münster
Foto 2: Handlungs(t)raum, 2024. ©Kunstakademie Münster
Foto 3: Handlungs(t)raum, 2024. ©Kunstakademie Münster
Foto 5: An image of a ship (Vela, Carina, Puppis und Pyxis), 2026. ©Chu Chun Hsu
Foto 7: An image of a ship (Vela, Carina, Puppis und Pyxis), 2026. ©Chu Chun Hsu




